Taddeo di Bartolo (1362–1422)
Photo credit: © Copyright 2026 by KOLLER Auktionen, Zurich, Switzerland
Photo credit: © Copyright 2026 by KOLLER Auktionen, Zurich, Switzerland
IMPORTANT NOTICE: As this Italian gold-ground panel painting moves through the current auction cycle, I have compiled this overview. The following summary brings together currently known information (no guarantee of correctness) about this work. Always perform your own research and due diligence before bidding.
Auction date: September 18, 2026
KOLLER Auktionen, Zurich 🇨🇭
Attribution: Taddeo di Bartolo (1362–1422)
Title: Saint Mark with the winged lion, c. 1410
School / Location: Sienese school / Siena
Date: c. 1410, early 15th century
Technique: Tempera and gold ground on panel
Dimensions: 37,5 × 21 cm
Provenance (Original text in German)
Kirche San Domenico, Gubbio (Hochaltar, bis zur Zerlegung des Polyptychons um 1765).
Sammlung Georg und Miles Reeb, Lahnstein, seit 1975.
Auktion Engel, Koblenz, 10.2.2024, Los 715 (als Sienesischer Meister, um 1400).
Deutsche Privatsammlung.
Literature (Original text in German)
Gail E. Solberg: "Taddeo di Bartolo: A Polyptych to Reconstruct", in: Ausst.-Kat. A Renaissance Reunion: Reconstructing a Kress Italian Altarpiece, Brooks Museum Bulletin: Essays on the Collection, 1, 1994.
Stefano G. Casu: The Pittas Collection. Early Italian Paintings (1200–1530), Florenz 2018, S. 166.
Ausst.-Kat. Taddeo di Bartolo, hrsg. von Gail E. Solberg, Perugia 2020, S. 260.
Gail E. Solberg: Taddeo di Bartolo. Siena's painter in the early Quattrocento, Turnhout 2024, Bd. I, S. 591.
Orazio Lovino: New Additions to the Reconstruction of Taddeo di Bartolo's Dominican Polyptych in Gubbio in: The Burlington Magazine, voraussichtliche Erscheinung Ende 2026.
KOLLER Auktionen (Original text in German)
Mit einer kunsthistorischen Analyse von Prof. Gaudenz Freuler, Juli 2026.
“Die bislang unveröffentlichte Darstellung des Heiligen Markus wurde Anfang 2024 von Dr. Orazio Lovino als ein Werk Taddeo di Bartolos identifiziert; er brachte dieses Fragment mit dem heute zerlegten Polyptychon in Verbindung, das der sienesische Meister gemeinsam mit seiner Werkstatt 1418 für den Hochaltar der Dominikanerkirche in Gubbio geschaffen hatte. In seinem Ende 2026 zu erscheinenden Artikel weist Dr. Orazio Lovino nach, dass die Tafel ursprünglich eines der Giebelfelder des monumentalen Altars aus Gubbio einnahm.
Bereits 1994 konnte Dr. Gail Solberg das heute aufgelöste Altarwerk, dessen Rahmen signiert und datiert war, weitgehend rekonstruieren. Die jüngste Entdeckung des Heiligen Markus stellt hierfür eine freudige Ergänzung dar, deren Autorschaft Dr. Solberg ebenfalls bestätigt und wofür wir ihr danken.
Die nach links geneigte Haltung des Markus zeigt, dass die Tafel den oberen Abschluss eines Seitenflügels bildete. In der Rekonstruktion befindet sie sich zwischen Matthäus und Thomas von Aquin über der heute fragmentarisch erhaltenen Figur eines heiligen Bischofs, heute im Snite Museum of Art, Notre Dame, Indiana, USA.
Das Gubbio-Polyptychon ist Taddeo di Bartolos letzter grosser Altarauftrag und Höhepunkt seines Spätwerks. Nach Tätigkeiten in Ligurien, Pisa und Padua entwickelte er eine eigenständige Bildsprache, die Anregungen verschiedener Kunstlandschaften, insbesondere Barnaba da Modenas, aufnahm. Nach seiner Rückkehr nach Siena 1399 erhielt er bedeutende öffentliche und kirchliche Aufträge und blieb zugleich in Umbrien tätig.
In seinem Spätwerk verbindet Taddeo erzählerische Lebendigkeit mit gesteigerter Monumentalität und plastischer Kraft. Zugleich zeigt die zentrale Marientafel den Einfluss Gentile da Fabrianos (1370/85–1427). Wie bei seinen grossen Aufträgen arbeitete Taddeo mit Werkstattgehilfen, darunter beispielsweise auch sein Adoptivsohn Gregorio di Cecco (um 1390–1424).”
Estimate:
CHF 20.000 / 30.000
EUR 20.620 / 30.930
Website: kollerauktionen.ch
Taddeo di Bartolo
Taddeo di Bartolo, also known as Taddeo Bartoli, was an Italian painter of the Sienese School during the early Renaissance. He is among the artists profiled in Giorgio Vasari's biographies of artists, or Vite. Vasari claims he was the uncle of Domenico di Bartolo. Around 1389, he entered the Sienese Guild of artists, where he honed his skills and mastered the art of painting among his Sienese colleagues. He was a respected painter among his peers and his works were well-regarded in his time.
Wikipedia 🔗 - Grokipedia 🔗 - Wikimedia Commons 🔗